Book-1-Ausbildung der CoS verstümmelt

Der Buch-1-Boom von 1950 zeigt auf, wie leicht es einmal war, neue Auditoren zu gewinnen. Es gab viele Versuche, an diesen Boom anzuknüpfen, um eine weite Tür für die allgemeine Öffentlichkeit aufzustoßen.   Natürlich gerät man dann sofort in das Problem, dass man ja einerseits inzwischen soviel mehr über Dianetik weiß und den neuen Auditor auf den neusten Stand bringen will und andererseits dafür einen Gradient finden muß, um die neue Person nicht zu überwältigen mit all unserem Wissen.   Diesen Job hat LRH mit seinem HCO B 3. April 1966 Dianetik-Auditing Kurs gemacht und dem Buch-1-Auditor ein neues stabiles Datum gegeben. Diese Referenz behandelt nicht die R3R-Standard-Dianetik, die zu diesen Zeitpunkt schon verwendet wurde. Sondern es geht wirklich nur darum, wie man aus der Sicht der neuen Hightech einen Buch-1-Auditor heute ausbilden würde.   Dies sind einige der Änderungen, die LRH in dieser Referenz für Buch-1 angibt. Diese notiere ich nicht, um Dir das Lesen der Referenz zu ersparen. Besorge Dir die Referenz und studiere sie selbst. Ich nenne diese Punkte nur für die anschließende Kritik an der Scientology Kirche:

Keiner dieser Punkte wird in den gegenwärtigen Dianetik-Seminaren und im "Großen Hubbard Dianetik Auditorkurs des Golden Age of Tech" behandelt!   Tatsächlich bleibt diese Schlüsselreferenz völlig unerwähnt. Es werden nur einige Kapitel aus dem DMSMH studiert und ein Redeablauf auswendig gelernt, der angeblich aus dem DMSMH stammt, aber durch die oben genannte Referenz für die Buch-1-Ausbildung ausdrücklich aufgehoben wurde.   In dem ausführlichen Golden-Age-Of-Tech-Drill des HDA werden Handhabungen eingeübt, die geradezu falsch sind. Als Beispiel für diese krasse Behauptung zitiere ich aus Seite 116:


Frage 18. Du lässt eine Preclear ein Engramm fünf Mal durchlaufen. Du fragst dich, wie lange du dieses Geschehnis weiterauditieren solltest.   WAS TUST DU? So lange fortfahren, das Geschehnis zu auditieren, bis der Preclear keinen Teil davon mehr kontaktieren kann, aber nur, nachdem der Preclear es komplett mit Somatiken gründlich wiedererlebt hat.  

("Geh zurück zum Beginn und gehen nochmals durch. Nimm jegliche zusätzliche Daten auf, die du kontaktieren kannst" oder ein ähnlicher Wortlaut.)  

Referenzen: DMSMH, 3. Teil, Kapitel 5 "Rückkehr, der Archivar und die Zeitspur", DIANETIK-Verfahren, wie im HDA-Kursheft angegeben.


Ende des Zitats.

Dies ist eine geradezu falsche Antwort, die den PC sicher festfahren läßt. Denn nur das Basic Basic läßt sich bis zur Auslöschung auditieren. Spätere Geschehnisse werden nur kurz anauditiert und dann muß man früher ähnlich gehen, wenn man den PC nicht vermurksen will!  

Diese falsche Antwort läßt sich auch beim besten Willen nicht aus dem genannten DMSMH-Kapitel rechtfertigen. Auch wenn die rote Schriftfarbe (wirklich so im HDA-Pack (!)) den Eindruck erweckt, dies sei ein Source-Zitat, ist dem tatsächlich nicht so. Dort steht nämlich stattdessen im vorletzten Absatz des DMSMH, 3. Teil, Kapitel 5 "Rückkehr, der Archivar und die Zeitspur":  

"Fassen wir zusammen: Das Ich befindet sich in Reverie; wir lassen es auf seinem Time-Track zu einer früheren Periode seines Lebens zurückkehren. Der Archivar gibt Geschehnisse heraus, die der PC wiedererlebt; der Auditor läßt den PC das Engramm wiedererzählen, bis es erleichtert oder verschwunden ist (alle Engramme werden schließlich verschwinden, nachdem das Basic-Basic gelöscht wurde);"   (LRH)

Ein weiterer Hammer ist die flaue Auditinganweisung, die als einzige vorgegebene Anweisung die Substanz des Redeablaufes ausmacht:

"Lokalisiere ein Geschehnis, bei dem Du das Gefühl hast, dass Du es bequem anschauen kannst."

Seit wann steuern wir nicht mehr Engramme, Secondaries oder zumindest Locks an? Was ist das denn für ein Quatsch? So wird Dianetik verstümmelt und zum "Friede-Freude-Eierkuchen"-Ringelreih degradiert!

Ich erwarte, dass ein solcher Dianetikkurs von einem Top-ausgebildeten Dianetik-Auditor zusammengestellt wird. Und dem darf es nicht passieren, dass er eine solche Falsche Anweisung in den Kurs bringt, selbst wenn es dafür ein Zitat im DMSMH gegeben hätte.  

Warum wird das oben zitierte HCOB in der heutigen Buch-1-Ausbildung ignoriert? Ich unterstelle nach all der Konsequenz, die in der Kirche in der Verdrehung der Tech an den Tag gelegt wird, dass dies kein "dummer Fehler" mehr ist. Hier steckt ein System, um keinen Dianetik-Boom erleben zu müssen, der erst mühseelig wieder gestoppt werden muß. Die neuen ausgebildeten Auditoren werden in sichere Verluste geschickt, egal wie gut sie ihre Ausbildung dubliziert haben. Sie sollen festfahren, ihren PCs Verluste geben und Scientology abhaken, dass sie "aus eigener Erfahrung wissen": "Nur heiße Luft, viele Versprechungen und nichts dahinter: Die Tech hält nicht was sie verspricht."  

Das sollten wir nicht zulassen: Laßt uns Dianetik wieder auf einem leichten, aber effektiven Gradienten erlernen. So wie es im HCOB 3. April 1966 Dianetik-Auditing Kurs vorgegeben wurde!  

Andreas


oder zurück zum Buchladen

Änderungsstand: 16. Juni 2001 - Copyright © 2001 by Andreas Groß, Schweiz
Bitte Informieren Sie uns über Änderungen oder Fehler