Vom Gegner sichergestellt:

Unsere Probleme mit der E-Meter-Empfindlichkeit


Alle diese eingerückten Anmerkungen zu diesem HCOB wurden von Andreas Groß im Febr. 2003 geschrieben. Nicht eingerückt, also am linken Rand beginnend, wird ein HCOB zitiert.

Diese Darstellung des HCOBs zeigt in einem Text sowohl das Original als auch die Revision. Dabei sind die übereinstimmenden Teile normal gedruckt, die in der Revision zugefügten Sätze in rot und die in der Revision entfernten Sätze auch rot aber durchgestrichen. Diese Darstellungsweise verwendet auch MS Word bei seiner powervollen Funktion des Textvergleichs, die für solche Studien sehr hilfreich ist.

Seitdem sich LRH im HCOB 24. Jan 1977 Tech Correction Round-Up darüber beklagt hat, dass er keine Kontrolle mehr über seine Herausgabelinie hat und dass andere unter seinem Namen die Tech verändert haben, begann eine Flut von Revisionen von HCOBs, die bis in die Gegenwart anhält. Offensichtlich ist es der Gegenseite gelungen, LRH davon abzuhalten, wieder die Kontrolle über seine Herausgabelinie zurückzugewinnen.

Stattdessen haben sie seit Anfang der 70er die Tech zunehmend verändert: Und zwar nicht gerade in Richtung von mehr Funktionsfähigkeit, sondern pervertiert und verdreht, so dass die Auditoren scheitern müssen. Das Hauptangriffsziel dieser Squirrelreferenzen sind die Auditing-Basics, denn nur so kann mit einem Minimum an Alter-Is ein Maximum an Verlusten sichergestellt werden. Generell hat LRH in den 50ern und 60ern nie Revisionen seiner Referenzen erstellt. Denn LRH liest wohl so wenig in seinen eigenen Referenzen, wie sonst kein anderer Auditor. Stattdessen hat er einfach neue Referenzen herausgebracht, wenn er etwas älteres korrigieren wollte, oft auch ohne Bezug auf seine älteren Ausgaben zu nehmen. Daher sind mir alle diese Revisionen, die meist Ende der 70er einsetzten und noch bis Ende der 90er anhielten, sehr suspekt. Von Ron wurden sie wohl kaum genehmigt. Dazu muß man wissen, dass die handschriftlichen Anweisungen für das Schreiben oder Ändern von Referenzen, die LRH schon mal gemacht haben soll, allesamt in einem Feuer in Flag verloren gegangen sind. Insofern mußman dem heutigen Management jegliche Änderung glauben, denn beweisen können sie heute nichts mehr.

Dazu passt auch ein Artikel über das neuste E-Meter der Kirche: Das Quantum kritisiert.


HUBBARD KOMMUNIKATIONSBÜRO

Saint Hill Manor, East Grinstead, Sussex

HCO BULLETIN VOM 18. MÄRZ 1974R

Revidiert am 22. Februar 1979

Wiedervervielfältigen

Tech

(Revisionen in dieser Schriftart)

Qual

(.... bedeutet Streichung)

Alle Auditoren

E-METER

FEHLER BEI DER EMPFINDLICHKEIT

(Bezugsmaterialien:

HCOB 4. Dez. 1977 "Prüfliste für das Bereitmachen von Sitzungen und einem E-Meter"

HCOB 14. Jan. 1977 "Dringend und wichtig, Zusammenfassung technischer Korrekturen"

HCOB 7. Feb. 1979R "E-Meter-Übung 5RA, Dosendruck"


Es ist doch bemerkenswert, dass alle diese Bezugsmaterialien in diese End-70er fallen, in der noch viele andere Basics verpfuscht wurden.


Ein Auditor muß die Empfindlichkeit eines E-Meters für jeden PC und jede Sitzung ganz genau einstellen.


Dagegen habe ich schon immer einen Protest gehabt, dass ich bei ein und demselbem PC in jeder Sitzung einen Aufwand betreiben soll, seine Empfindlichkeit immer wieder aufs neue zu überprüfen: Zeit, die man besser mit Auditing verbringen sollte. Denn meistens bleibt - bis zu einem größeren Fallgewinn - die Empfindlichkeit bei einem PC gleich, wie jeder Auditor leicht anhand seiner Admin feststellen kann.


Die Einstellung ist nahezu für jeden PC verschieden und kann sich von Sitzung zu Sitzung sogar bei ein und demselben PC verändern.


Auch der umgedrehte Fehler wird hier eingeführt: Als wenn innerhalb einer Sitzung die Empfindlichkeit immer gleich wäre. Nein: Es kann sinnvoll sein, die Empfindlichkeit während einer Sitzung mehrfach zu ändern. Deswegen gibt es ja im Auditorenberichts- formular auch heute noch eine Spalte für E=Empfindlichkeit, da diese während der Sitzung angepasst werden kann. Und das ist auch das Wesentliche des Originals dieser Referenz: Der Auditor soll verstehen, was eine richtige Empfindlichkeit ist, dann kann er sie jederzeit nachjustieren. Es gibt eben kein noch so gutes Verfahren - wie die E-Meter-Übung 5 oder 5RA - das die Empfindlichkeit von vornherein richtig einstellt. Es sind eben auch E-Meterübungen und kein Ersatz für die richtige Empfindlichkeits- einstellung während einer wirklichen Session. Vielleicht eine erste Annäherung an die richtige Empfindlichkeit, aber sie ersetzt kein Verstehen und die Korrektur während der Sitzung.


Zu niedrig

Bei manchen PCs wird eine zu niedrige Empfindlichkeit (wie Sens 1) Anzeigen verdecken und sie wie Ticks erscheinen lassen. Sie wird F/Ns verdecken, während eine Empfindlichkeit von 16-128 Anzeigen und F/Ns zeigen wird.

Ein PC kann durch den Auditor, der die Empfindlichkeit nicht hoch genug einstellt, damit Anzeigen und F/Ns zu sehen sind, aufgehalten werden. Items und auch F/Ns werden übersehen.

Bei fast jedem PC kann ein krampfartiger oder inkorrekter Dosendruck die Nadel über die ganze Skala schießen lassen und den Auditor veranlassen, seine Empfindlichkeit immer weiter herunterzuregeln bis er sie schließlich auf einen Wert einstellt, wo Long Falls zu Ticks werden und F/Ns nicht existieren. E-Meter-Übung 5RA lehrt, wie man einen richtigen Dosendruck ausführt.


Und genau das ist der Hammer: "E-Meter-Übung 5RA lehrt, wie man einen richtigen Dosendruck ausf ührt"! Sie beeinflußt mehr den PC, also dass der Auditor lernt, ein E-Meter zu bedienen!


Zu hoch

Wenn man einen fliegenden PC oder einen Clear oder OT auditiert, dann wird der Auditor, der die Empfindlichkeit zu hoch einstellt, einen merkwürdigen Eindruck von diesem Fall bekommen.

"Latente Anzeigen" sind bei einem solchen Fall häufig. Sie sind ganz und gar nicht latent. Was hier geschieht ist, daß bei hoher Empfindlichkeit die F/N größer als die ganze Skala ist und eine beginnende F/N wie eine Anzeige aussieht, da ihr Schwung durch den Stift auf der rechten Seite der Skala angehalten wird.

Der PC kann auch beim Dosendruck unkorrekterweise die Dosen nur mit seinen Daumen und Zeigefingern leicht drücken und so den Auditor veranlassen, die Empfindlichkeit immer höher einzustellen. Und dann wird er mit zu hoch eingestellter Empfindlichkeit nicht in der Lage sein, die Nadel auf der Skala zu halten und deshalb Anzeigen übersehen oder etwas für eine Anzeige halten, was keine ist. E-Meter-Übung 5RA lehrt nun, wie man dies korrekt durchführt.


Hier haben wir es wieder: Der PC wird trainiert, einen gleichbleibenden, leichten Dosendruck zu geben. Damit folgen zwei mö gliche Fälle, die beide katastrophal für die Sessions sind: Entweder kaspert sich der Auditor vor Sessionbeginn lange mit dem PC ab, ihn darin auszubilden, "wie er die Dosen zu drücken habe". PC und Auditor kö nnen dabei schon verzweifeln. Der PC merkt, dass er es dem Auditor kaum Recht machen kann und gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit auf das E-Meter, was auch schon fatal ist. Der Auditor kann mit einem in E-Meterübung 5RA ungeübten PC schon verzweifeln: Denn wie soll er die Empfindlichkeit richtig einstellen, wenn der PC es nicht schafft, den gleichstarken Dosendruck immer wieder zu geben.

Oder der PC ist darin "vollständig a usgebildet" worden, den gleichstarken Dosendruck immer wieder zu geben und wird damit davon abgehalten, den Dosendruck entsprechend seiner Havingness zu geben. Denn ein Dosendruck zeigt - ähnlich wie ein Händedruck - die Havingness des PCs an und wird daher auch zu dem Zweck verwendet, den richtigen Havingnessprozess des PCs zu finden. Wenn jedoch der PC gelernt hat, den Dosendruck einheitlich zu geben, dann klappt genau das nicht mehr. Und damit wird eine wichtige Tech - das Finden und Verwenden des geeign eten Havingnessprozesses - unbrauchbar gemacht. "Nicht so schlimm", mag der eine oder andere denken, "das bisschen Havingness"! Hah: Schauen wir mal, was Ron zur Bedeutung der Havingness sagt: "Wenn Havingness vernachlässigt wird, verbessern sich Fälle nicht, das ist alles, was es dazu zu sagen gibt." LRH auf Seite 2 des PAB 80 vom 17. Apr 56 "Der am Besten funktionierende Prozess der Scientology".


Auf diese Weise greift man ungeladene Items auf, der Fall wird in seinem Vorankommen gebremst, überlaufen und allgemeine Verstimmungen, die einer Reparatur bedürfen, treten auf.

Ein OT VII hat mit einer Einhandelektrode manchmal bei Sens 2 eine F/N, die über 1/3 der Skala geht!

Dies würde mit zwei Dosen eine F/N . . . über 3/4 der Skala bedeuten.

Ein Clear hat bei Sens 5 oder 10 manchmal einen schwebenden TA anstelle einer F/N. Möglicherweise muß er bei Sens 1 mit zwei Dosen auditiert werden, um ihn auf der Skala zu behalten oder um F/Ns zu entdecken.

Dies ist eine sehr wichtige Angelegenheit, da der Auditor F/Ns übersehen, beginnende F/Ns für Anzeigen halten und Anzeigen übersehen wird, wenn die Nadel des Pre-OTs nicht mehr auf der Skala zu sehen ist.

Auf diese Weise werden ungeladene Gebiete gelaufen und geladene werden übersehen.

Das Ergebnis zu reparieren ist sehr chaotisch.

Viele PCs auf unteren Stufen brauchen ebenfalls eine niedrigere Empfindlichkeits-Einstellung.

Zusammenfassung

Manchmal sieht ein leichter PC sehr schwierig aus, nur weil die Empfindlichkeit falsch eingestellt wurde, und das auf Grund falscher Ausführung des Dosendrucks.


Hier wird durch einen kleinen Nachsatz die Referenz völlig verdreht. Als ob es in dieser Referenz ursprünglic h darum ginge, die E-Meter-Übung 5 - die es ja schon damals in der unrevidierten Form gab, einzubläuen. Nein: Es ging gerade darum, dem Auditor ein Verstehen zu geben, woran er während der Sitzung die falsche Empfindlichkeit erkennen kann, so dass er sie während der Sitzung korrigieren kann. Die Einstellung der Empfindlichkeit anhand des Dosendrucks am Anfang der Sitzung ist nur eine erste Annäherung an die richtige Empfindlichkeit. Aber gemäß dieser Referenz wird diese ggfs. nachjustiert, anhand der größe der F/N.


Stellen Sie die Empfindlichkeit für den PC so ein, daß als Maximum oder Minimum eine F/N über die halbe Skala schwebt.


Und daher wird auch dieser wesentliche Satz entfernt, nachdem man die Empfindlichkeit so einstellt, dass die F/N über eine halbe Skalenbreite geht. Denn bei einem schwebenden Tonearm kann man die F/N nur schwer von einem BD unterscheiden.


daß bei einem korrekten Dosendruck gemäß E-Meter-Übung 5RA die Nadel über 1/3 der Skala fällt. (Vgl.: HCOB vom 7. Februar 1979R, "E-Meter-Übung 5RA, Dosendruck"). Und machen Sie die Übungen. Sie werden erstaunt sein.


Ja, Sie werden wirklich erstaunt sein, wie lange man Studenten mit dieser unbedeutenden Übung schikanieren und zur Verzweiflung treiben kann. Man braucht nur - wie es heute tatsächlich in der Kirche üblich ist (wirklich: kein Scherz!) - ein Drittel der Skala ausrechnen lassen: Es sind genau 40 Teilstrichchen durch 3 = 13 1/3 Teilstrichchen. Diese werden von Set aus gezählt (als ob man immer genau auf Set stellen könnte) und damit ergibt sich genau der Punkt, bis zu dem der korrekte Dosendruck "einen Fall von einem Drittel der Skala" verursacht. So präzise kriegt das natürlich keiner in der Praxis hin, schon allein wegen der Unmöglichkeit, den Dosendruck immer wieder gleich zu geben. Also läßt man in der Praxis "schon mal 5 gerade sein" und fühlt sich dabei als elendigen Squirrel. Und was passiert mit Auditoren der Kirche, die davon überzeugt sind, dass sie nicht präzise arbeiten? Sie hören lieber auf zu auditieren, als weiterhin Fehler aufzuhäufen. - Und damit sind wir auch schon bei dem Produkt, dass der Gegner m.E. hiermit erzielen möchte.

Andreas Groß, im Februar 2003


Erzielen Sie keine Reparaturen.

Erzielen Sie Gewinne.

  L.RON HUBBARD
  Gründer

LRH:ntm.dr

Andreas Groß


Änderungsstand: 03. Februar 2003 - Copyright © 2003 by Andreas Groß, Schweiz
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