Das Beseitigen falscher Daten

Es gibt dazu ein HCO B 7. August 1979 Das Beseitigen falscher Daten. Kurz genannt FDS für das englische False Data Stripping. Hierin macht der Autor klar, dass es neben dem Mißverstandenem Wort einen weiteren Grund gibt, warum jemand das gelernte nicht versteht oder nicht anwenden kann: Falsche Daten.

Dieser Sachverhalt hat noch keinen Einzug in die Akademien der Scientology Kirche gehalten: Damit will ich nicht übersehen, dass dort das FDS auch mal angewendet wird. Es taucht sogar jüngst einmal als routinemäßige Aktion auf einem Checksheet auf.

Doch in der CoS wird noch schematisch nach dem Prinzip verfahren:

Doch das oben genannte HCOB stellt diesen Sachverhalt eigentlich klar, wobei ich nur einen Bruchteil davon zitiere. Es lohnt sich sehr, zur Klarstellung die gesamte Referenz zu studieren. So gibt Ron auch gute Beispiele, die ich hiier nicht zitiere:

Wenn jemand auf seinem Posten, bei seiner Arbeit oder im Leben seine Funktion nicht gut erfüllt, so wird sich oft herausstellen, daß seine Schwierigkeiten sich auf unbekannte grundlegende Definitionen und Gesetze oder falsche Definitionen, falsche Daten und falsche Gesetze zurückführen lassen; dies führt zu einer Unfähigkeit, mit den Wörtern und Regeln dieses Tätigkeitsbereiches zu denken, und zu einer Unfähigkeit, die einfachsten erforderlichen Funktionen zu erfüllen. Die Person wird aufgrund dieser nicht definierten und falsch definierten Wörter nie mit den Grundlagen ihres Tätigkeitsbereiches vertraut werden und mag manchmal sogar idiotisch erscheinen.

Mündliches Hatting ist die Hauptursache für falsche Definitionen und falsche Daten. Jemand, der "sich auskennt", gibt einem anderen eine Definition oder ein Datum.

...

Hat jemand in einem Gebiet oder auf einem Posten Schwierigkeiten, scheint er das was er "gelernt" hat oder was er studierte nicht anwenden zu können, oder kann er durch einen bestimmten Drill oder eine bestimmte Übung in seinen Ausbildungsmaterialien nicht hindurch kommen, so nimmt man an, daß er auf diesem Gebiet oder in diesen Materialien falsche Daten hat. Wenn er es überhaupt wirkungsvoll verwenden soll, so muß er zunächst einmal die wirklichen Fakten von den widersprüchlichen Bruchstücken an Information oder Meinungen, die er sich angeeignet hat, trennen. Dies beseitigt die falschen Daten und ermöglicht, daß er mit seiner Sache weitermachen kann.

Später im Text zeigt Ron auf, wie wichtig es ist, das Fachgebiet Scientology über Originaltexte zu studieren:

Wo es auf einem Gebiet wie z.B. der Kunst unzählige Autoritäten und bändefüllende Meinungen gibt, werden Sie wahrscheinlich feststellen, daß sämtliche Lehrbücher zu diesem Thema mit falschen Daten vollgestopft sind. Diejenigen, die die Studiertechnologie studiert haben, werden sich daran erinnern, daß die Stichhaltigkeit (sachliche Richtigkeit) von Texten ein wichtiger Faktor beim Studieren ist. Daher ist es wichtig, daß jeder Überwacher oder Lehrer, der False-Data-Stripping verwenden will, grundlegende brauchbare Texte benutzt. Meist stellt man fest, daß diese Texte von den ursprünglichen Entdeckern des Gebietes geschrieben wurden. Wenn Sie im Zweifel über die Richtigkeit von Daten sind, vermeiden Sie Texte, die Interpretationen der Arbeit eines anderen sind. Kurz gesagt, wählen Sie nur Textmaterial aus, das den grundlegenden Fakten des Gebietes am nächsten kommt, und vermeiden Sie solches Material, das diese grundlegenden Fakten ausschmückt.

Leider ist es nicht nur in der Freien Zone (hier meine ich vor allem außerhalb der Ron's Orgs), sondern auch in der Kirche eingerissen, die Tech und Policy nicht mehr im Original, sondern in Texten zu studieren, die "auf den Werken des Autors basieren". Das wird verschärft durch eine Reihe von angeblichen LRH-Referenzen aus den 70ern, 80ern und sogar aus den 90ers, die ganz offensichtlich von weniger begnadeten Autoren geschrieben wurden, obwohl der Text dies nicht klarstellt!

Aus diesem Grunde ist es insbesondere bei Scientology-Studenten der Kirche besonders ergibig, FDS auf ihr Studium zu machen. Denn neben der Tatsache, dass sowieso FDSen in das reguläre Studium eingeflechtet werden soll, sprechen die folgenden - unter Kirchenauditoren sehr verbreiteten - Indikatoren dafür, FDS anzuwenden (wobei dies wiederum aus dem o.g. FDS-Bulletin zitiert ist):

1. "Bist du in/auf/bei (behandeltes Gebiet) auf irgend etwas gestoßen, mit dem du nicht denken konntest?"

2. "Ist dir in/auf/bei (behandeltes Gebiet) irgend etwas untergekommen, das keinen Sinn zu ergeben schien?"

3. ."Bist du in/auf/bei (behandeltes Gebiet) auf etwas gestoßen, das in Konflikt mit dem zu stehen scheint, was du gerade zu lernen versuchst?"

4. "Gibt es in/auf/bei (behandeltes Gebiet) etwas, das für dich niemals irgendeinen Sinn ergab?"

5. "Bist du in/auf/bei (behandeltes Gebiet) auf' irgendwelche Daten gestoßen, für die du keine Verwendung hattest?"

6. "Bist du in/auf/bei (behandeltes Gebiet) auf irgendwelche Daten gestoßen, die sich nicht einzufügen schienen?"

...

10. "Hat dir jemals jemand dieses Gebiet mündlich erklärt?"

11. "Ist dir irgendein Datum bekannt, das mit den Standardschriften auf diesem Gebiet im Widerspruch steht?"

Ich habe mich selbst nach dem Verlassen der Kirche erst einmal als Auditor rehabilitieren müssen. Obwohl ich in vielen Dutzenden Kursen in der Kirche ausgebildet wurde, habe ich als professioneller Auditor am Schluß nicht mehr praktizieren können. Das Golden Age of Tech brachte bei mir nur eine Gewissheit hervor: Dass die einzige Methode ein fehlerfreier Auditor zu werden darin besteht, nicht zu praktizieren! Und diese Schlußfolgerung konnte ich auch bei anderen Auditoren, auch HGC-Auditoren beobachten, die nach dem Abschluß der Golden-Age-of-Tech-Gewißheitskurse das Auditieren aufgaben.

Daher gibt es diese Notwendigkeit der Rehabilitation eines Auditors. Neben anderen Aktionen kann dies hervorragend mit FDS gemacht werden. Diesmal nicht von einem Blinden, sondern von einem Auditor, der sich ausführlich um die Standardtech der Brücke bis Clear bemüht hat. Der die Fehler in der Auditorenausbildung der Kirch kennt und der daher in der Lage ist, andere Auditoren ebenfalls zu rehabilitieren.

Auditier mal wieder!

Andreas Groß


Änderungsstand: 12. Juni 2001 - Copyright 2001 by Andreas Groß, Schweiz
Bitte Informieren Sie uns über Änderungen oder Fehler