Fälschung enthüllt: PTS A gibt es nicht!

Die Bedeutung dieses Artikels liegt daran, dass die Kirche einem Großteil ihrer Mitglieder jeglichen Service verweigert, in dem den Scientologen das Etikett "PTS A" umgehängt wird. Diese sind dann für Jahre "von den Linien" und hoffen auf bessere Zeiten. Geholfen wird meist nicht, die Indikation "PTS A" kommt einer Erklärung als Aussätzigen gleich. Ich dachte in den 90ern als FSM, dass hier nur eine übertriebene Falschanwendung einer LRH-Referenz stattfindet, doch mußte ich feststellen, dass der Betrug massiver ist:

Der Begriff PTS-A stammt aus dem gefälschte HCO PL 20 Okt. 1981R PTS TYP A HANDHABUNG. Eigentlich kann man es schon aus dem Datum erkennen, dass diese Referenz - wie viele andere seit Anfang der 80er - nicht von LRH sein kann, denn LRH war seit Januar 1980 spurlos verschwunden und tauchte nie mehr auf. In seinem Namen wurde Tech, Admin und Ethik seither so umfangreich verdreht, dass die Brücke innerhalb der Kirche verloren gegangen ist. Nur ausserhalb der Kirche ist es heute noch möglich, jede Referenz daraufhin zu untersuchen, ob sie funktionsfähige Daten enthält um dann zu entscheiden, ob man sie verwendet oder verwirft. Das ist eigentlich ein Vorgehen, das LRH immer wieder von uns verlangt hat und dieses Datum stellt heute eine Überlebensfrage für Beings dar, die völlige Freiheit erlangen möchten.

Darüberhinaus fand ich den Text jedoch in einem Abdruck des BPL vom 5. April 1972 im guten, alten Ehrenamtlichen Geistlichen ab Seite 332. Es ist der gleiche Text, der in der oben genannten Fälschung Verwendung fand. Damit ist der Beweis erbracht, dass diese Referenz nicht von LRH ist. Darüberhinaus fand ich noch einen Hinweis auf diese Referenz im alten OEC-Indexband von 1976 (First printing). Im Anhang B wurden die HCO PLs aufgelistet, die nicht von LRH geschrieben waren und daher als HCO PLs gelöscht und als BPLs neu herausgegeben wurden. Auf Seite 279 stand dazu:

Board Policy Letter
5. April 1972 Issue I
Revised & Reissued 20 Jul 75 as BPL
Cancels HCO PL 5. April 1972 Issue I
Same Title
PTS Type A Handling

Also gab es schon einen früheren Versuch, diese Referenz dem alten Herrn unterzujubeln. Dies war einmal schon gescheitert und 1981 wurde dies wiederholt. Man war sich wohl 1981 sehr sicher, dass der alte Herr das diesmal nicht wieder korrigieren konnte.

Inhaltlich knüpft der Begriff "PTS-Typ A" bei der Referenz "Trouble Sources A-J" an: HCO PL 27. Oct. 1964 POLICIES ON PHYSICAL HEALING, INSANITY AND "TROUBLESOME SOURCES".

Aus dem Begriff TROUBLESOME SOURCES" wurde in der Revision dieses HCO PLs vom 15. November 1987 kurzerhand der Begriff TROUBLE SOURCES", der ja schon fast wie "Potential Trouble Source" klingt. Entsprechend findet man im 1991er-OEC-Index diese Referenz auch nicht unter dem Stichwort "Trouble Source", sondern unter PTS!

Tatsächlich geht es bei "Troublesome Sources A-J" darum, dass man neue Leute, Nicht-Scientologen, die vor einem Div-6-Mitarbeiter (z. B. einem FSM) sitzen, daraufhin abklopft, ob sie für Scientology qualifizieren oder ob Ärger in Anmarsch ist. Wenn einer der Fälle A-J vorliegt, sollten innerlich die Alarmglocken läuten und man sollte die Person lieber freundlich behandeln und darauf verzichten, sie zum Scientologen machen zu wollen.

So hatte ich einmal in den 90ern (also als Kirchenmitglied) einen Auditingterminfür eine Probesitzung, wo sich der PC kurz darauf als Journalistin entpuppte. Ich bekam einen gehörigen Schreck und fragte mich, wie ich da herauskommen sollte. Ich wußte, dass mir von der Kirche verboten worden wäre, diese Sitzung zu geben. Doch ich las mir die Referenz noch einmal durch und erkannte, dass sie darauf zielt, Ärger zu vermeiden und dass man dabei den gesunden Menschenverstand anwenden sollte. Ich gab also die Sitzung und hielt das ARC zum PC aufrecht, ohne die Absicht, die Person zu einer Scientologin zu machen. Ich gab ihr, was sie verlangte: Den Einblick in das Auditing durch eine Sitzung. Es war ganz problemlos und sie ging wieder, schrieb ihren Artikel über mich, der ganz hervorragend war und kam nie wieder. Kein Trouble.

Wenn ich dagegen mich an den Befehl der Kirche hätte halten wollen, keinem Journalisten eine Session zu geben, dann hätte ich den Termin absagen müssen, dafür eine Erklärung finden oder gar erlügen müssen und hätte eine Feindschaft gewonnen, was für den Artikel nicht so gut gewesen wäre.

Auch mit "Trouble Source A", Personen mit Familienbindungen zu Leuten, die gegen Scientology oder geistiger Behandlung feindseelig eingestellt sind, sind keine Scientologen gemeint, sondern neue Leute, denn es heißt in der Referenz: "So: diese Richtlinien betreffen in der Hauptsache Nicht-Scientologen oder Leut, die am äußeren Rand stehen und auf uns zustreben."

Die Anwendung von "PTS A" auf Scientologen widerspricht unserer gesamten Technologie, einschließlich der PTS-Tech. Denn man kann Personen aus einer Wirkungsposition gegeüber Familienmitgliedern herausholen. Dafür gibt es Handhabungen. Falls eine Wirkungsposition überhaupt existiert: Denn diese wird in der Troublesomesource-Referenz oben gar nicht unterstellt. Man läßt einfach die Finger von einer neuen Person, die antagonistische Familienmitglieder hat. Was soll man der auch sonst anbieten: Dass sie sich trennen soll? Das gäbe unmittelbar Ärger! Dass sie als Auditor die Sit handhaben soll? Dafür ist sie noch nicht ausgebildet. Sie darin auszubilden schafft aber womöglich schon den Ärger, den man vermeiden will. Also die einfache Lösung von LRH: Finger weg von solchen neuen Leuten.

Aber einen ausgebildeten Scientologen vor die Tür stellen, nur weil ein Familienmitglied krakeelt?! Das machen sich die berufsmäßigen "Sektenexperten" zunutze: Sie erzählen besorgten Angehörigen von Scientologen von der Troublesomesource-Referenz und fordern sie auf, den Trouble zu vergrößern, unübersehbar zu machen, möglichst gegen Scientology Klage zu erheben oder an die Presse zu gehen, um die "umsorgte" Person herauszuhauen. So arbeitet HCO-OSA mit Caberta Hand-in-Hand, Scientologen zu stoppen und das Entheta gegen Scientology zu vergrößern.

Stattdessen sollte man bei einem Scientologen überprüfen, ob er überhaupt Wirkung geht zu seinen Familienmitgliedern. Vielleicht ist das gar nicht der Fall und man gibt ihm ein Problem, das er gar nicht hat. Oder erschafft erst ein Problem, was er dann nicht mehr handhaben kann (siehe den vorigen Absatz). Wenn man feststellt, dass er Wirkung geht, gibt es eine ganze Palette von Maßnahmen, die ihm helfen, ursächlicher zu sein: Bullbaiting, andere TRs, Black-PR-Handhabung, Auditing.

Das Problem wird dann vergrößert, wenn man dem Scientologen die Idee gibt, dass er sich vor einem Unterdrücker schützen sollte, der gemäß den 12 Merkmalen gar keiner ist. Denn dann steht eine Aufforderung zur Trennung im Raum, die wie eine Dritte Partei wirkt und den Antagonismus verschärft oder erst gar die Quelle von Antagonismus wird. Denn dass Mitmenschen sich von den Medien gegen Scientology beeinflussen lassen und dass die Kirchen durch Fehlverhalten, Out-Ethik, zu hohe Preise und durch Nichtlieferung dem erheblich Vorschub leisten, kann man kaum diesen aufgehetzten Mitmenschen vorwerfen.

Ich würde mich als Scientologe immer von jeglichen Outpoints der Kirche distanzieren, um das ARC zu meinen unmittelbaren Mitmenschen aufrechtzuerhalten. Ich rechtfertige doch nicht Outpoints aus falschverstandener Loyalität! Wenn die Kirche sich darstellt, als wäre sie nur hinter dem Geld der Leuten her, mit völlig überzogenen Preisen, indem sie Leute in völlige Überschuldung treiben, um sie dann wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen (Service zu verweigern, mit falschen "PTS-Declares"), dann werde ich das nicht rechtfertigen und mich damit als Idioten darstellen.

Wenn ich Scientology verteidige, dann verteidige ich die Tech, wie sie uns von LRH geschenkt wurde. Das ist einfach. Man gibt den Leuten Source zu lesen. Man wendet die Tech bei ihnen an. Das überzeugt. Aber nicht, indem man sogar Verbrechen zu vertuschen sucht.

Viele Familienmitglieder von Scientologen, die per HCO angeblich "antagonistisch zu Scientology" sind, sind bei genauerer Untersuchung nur "antagonistisch gegen Abweichungen von Scientology durch eine Scientology-Kirche". Ich appelliere an jeden Scientologen hier kein A=A=A=A zu zu lassen: "Scientology" ist nicht gleich "Scientology-Org". Insbesondere wenn in der Org gegen die Basics der Scientology verstoßen wird und sie dadurch Antagonismus erschaffen. Wie heißt es so schön in KSW 1:

Angriffe von Regierungen und Monopolinhabern treten nur dort auf, wo es "keine Ergebnisse" oder "schlechte Resultate" gibt. HCO PL 7. 2. 65 KSW 1

Viele Eheprobleme von Scientologen sah ich dort, wo er sich anhand seines LRH-Studiums für Scientology entschieden hat und in die Org geht, um das beste aus dem Haufen zu machen. Sie dagegen - von ihm hereingeschleppt, damit die Realitäten nicht zu weit auseinanderklaffen - schaut auf die Org, die Mitarbeiter und beobachtet und warnt ihn: Ganz offensichtlich ist 1.1 hier dominant und man ist mehr hinter seinem Geld her, als dass eine Bereitschaft zu helfen sichtbar wird. Zu viele Dinge entsprechen nicht der PR. Die Clears und OTs hinterlassen einen miserablen Eindruck und der Purif-Beauftragte raucht Ketten.

Die zwei Realitäten zwischen diesen beiden Eheleuten würden wieder zusammen kommen, wenn sie auch so begeistert wie er LRH lesen und einen Nutzen für sich aus den Daten ziehen würde und wenn er tatsächlich einmal unvoreingenommen die Org anschauen würde, mit den Augen seiner Frau, und ihr zugeben würde, dass sie korrekt beobachtete Outpoints benannt hat. Dann würde die ihm verordnete "PTS-A-Handhabung" auch nicht wie eine Dritte Partei wirken, die letztlich darauf zielt, seine Ehe kaputt zu schlagen, "um wenigstens ihn als gewinnenden Scientologen" zu halten.

Nicht alles ist so, wie es scheint! "Preis der Freiheit: Ständige Wachsamkeit und die Bereitschaft zurück zu schlagen!" LRH

Andreas Groß, Klasse 5 Graduate und CCRD-Auditor


Änderungsstand: 26. August 2002 - Copyright © 2002 by Andreas Groß, Schweiz
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