Die neuen Roten Volumes von 1991
enthalten nicht ausschließlich LRHs Tech

David Miscavidge präsentierte 1991 die neuen Roten Tech Volumes mit den Worten, dass jetzt damit endlich erstmalig reine LRH-Tech vorliege und keine Vermischung mit Ausgaben anderer Autoren. Die alten roten Volumes wurden seither aus den Orgs verbannt, da sie zweifelhafte Ausgaben enthalten würden.

Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall: Viele Revisionen, die nie von LRH genehmigt wurden, wurden seit 1980 vom RTRC geschrieben und damit die Tech der alten roten Volumes verwässert. Noch in den 70ern gab es eine ganze Reihe BTBs (Bulletins der Vorstände), in denen andere Autoren als LRH teils wertvolle Ergänzungen der Tech veröffentlichten. Diese durften keine HCOBs verändern aber durchaus ergänzen oder mit Beispielen belegen.

Diese BTBs sind heute in den Orgs gar nicht mehr verfügbar. Darin wurden beispielsweise in den 70ern so wichtige Dinge wie Übungen zu den verschiedenen Auditingverfahren beschrieben. Die Vorläufer zu den Golden Age of Tech-Drills, die eigentlich erst nötig wurden, da die alten - dem LRH bekannten und daher von ihm geduldeten - BTBs beseitigt wurden.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass viele BTBs in den neuen roten Volumes zu HCO Bs umgeschrieben wurden. Ich gebe einmal das BTB vom 28. Mai 1974 FULL ASSIST CHECKLIST FOR INJURY AND ILLNESS als Beispiel an, das in den neuen roten Volumes als HCO B 29. July 1981 I gleichen Namens herausgegeben wurde. Die Herausgabe diente damals dazu, den Eindruck zu erwecken, dass LRH noch in Komm mit der Kirche sei und weiterhin HCO Bs schreibe.

Tatsächlich ist das Gegenteil von dem erreicht worden, was uns David Miscavige versprochen hatte:

Hier müßte eigentlich ein Aufschrei durch die Menge der Scientologen gehen. Es ist auch unglaublich, dass alle die Praxis akzeptierten, die alten Ausgaben (rote und grüne Volumes) zu vernichten und sich daher die Möglichkeit nehmen liessen, neuere Ausgaben gegenüber den älteren zu vergleichen und die Entwicklung der Tech zu verfolgen. Früher war es selbstverständlich, dass diese Vergleiche ermöglicht wurden. Damals wurden bei Neuauflagen der (alten) roten Volumes die älteren, revidierten Ausgaben nachgedruckt, so dass jeder die Entwicklung der Revisionen nachvollziehen konnte. Das unterbleibt heute. Wer will das, wenn nicht der der unbemerkt fälschen will?

Andreas


Änderungsstand: 23. August 2004 - Copyright © 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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