Die Brücke -
Übersicht über die chronologische Entwicklung

Der Anlaufweg, um Auditor zu werden, wurde immer länger. Noch in den 70ern brauchte nur ein kurzer Studierkurs (Vollzeit 1 Woche) absolviert werden. Die Akademie selbst benötigte dann 3 Monate Vollzeit. In der Zeit schafft man heute kaum den E-Meter-Kurs!

  1975 1986 1990 1991 1995 2000
Class-0-Auditor 2 3 4 5 5 6
Pro-Metering-Course - - - - - 5
Pro-Upper-Indoc-TR-Course - - - 4 4 4
Pro-TR-Course - 1 3 3 3 3
Study-Tech 1 BSM 2 2 2 2 2
M1-Co-Audit-Course - - 1 1 1 1

Die Zahlen von 1 bis 6 in der Tabelle oben bezeichnen die Reihenfolge, in der die Kurse zu studieren sind.

Auf dem Pro-Metering-Course verbrachte ein erfahrener Kl. VI-Snr-C/S einer Org kürzlich 9 Monate Vollzeit in Flag!

Seit Ron's Körpertod wurden vier Majorkurse zugefügt, die vor Beginn der Akademie zu studieren sind. Und das sind nur die offiziellen Voraussetzungen per der Brücke. In der Praxis werden den Studenten noch folgende Kurse vorher verschrieben: HQS-Kurs, TRs und Objektive-Koauditing, PTS-SP-Kurs, Ethik-Spezialisten-Kurs.

Ich selbst habe in der Kirche 23 (!) Majorkurse studiert, davon nur Level 0 und Level 1 von der Akademie! Ich habe mich bequatschen lassen, anderes zu tun als das Wesentliche: Und das auf dem Posten als Feldauditor! Mit etwas Konzentration hätte ich heute ein Klasse VI Auditor sein können.

Dies korrespondiert mit dem Abwärtstrend der Kirchenstatistiken.

Ich zitiere aus dem Studiervortrag Nr. VI "Studieren und Ausbildung" vom 13. August 1964 den Absatz, den das neue Management wohl zur Anleitung genommen hat, wie man Scientology zerstören kann:

"Wenn ein Wissensgebiet aber über die Jahrtausende hinweg weiterbesteht, so ist das nur der Fall, weil sein Zweck mit ihm vorangetragen worden ist; sein Zweck ist bestehengeblieben und wird auch verstanden. Man könnte dieses Sachgebiet zerstören, indem man seinen Zweck zerstört - das wäre der Fall, wenn das Gebiet nicht mehr angewendet würde - oder indem man auf irgendeine Weise die Weitervermittlung seiner Technologie zerstört oder bei der Weitervermittlung zu hartnäckig ist oder zuviel Druck dabei anwendet (kennen wir das nicht auch in der Kirche? - Anmerkung Andreas) und eine Menge anderer Dinge hinzufügt, die eigentlich nicht dazugehören. Bei den Ingenieuren wird es in dieser Hinsicht vielleicht bald heißen: "Bevor jemand Ingenieurwissenschaften studieren kann, muß er eine mittlere und eine höhere Schulausbildung abgeschlossen haben, dann ein Mädchenpensionat besucht haben und stricken gelernt haben."

Und nach einiger Zeit wird es keine Ingenieure mehr geben. Alle Brücken werden einzustürzen beginnen. Einer der Gründe, warum es dann bald keine Ingenieure mehr geben wird, ist sehr elementar und in unserer Technologie enthalten - aber auch nur in unserer Technologie. Und dieser Grund ist der Umstand, damm man dem zukünftigen Ingenieur eine zu lange Startbahn gäbe. Er muß sozusagen zu lange auf der Startbahn rollen, und in der Ausbildung gilt, dass es umso mehr Gelegenheiten für Nägel auf der Startbahn (meint LRH damit Ethikaktionen etc? - Anmerkung AG) gibt, je länger der Anlauf zur Ausbildung dauert. Das ließe sich wahrscheinlich anders viel leichter ausdrücken, aber es beschreibt den Sachverhalt richtig. Wenn dieser Bursche immer nur startet, wenn er sozusagen ewig auf der Startbahn rollt, versucht, Geschwindigkeit zu gewinnen, und jeder sagt: "Sie dürfen den Steuerknüppel noch nicht zurückziehen. Sie müssen auf der Startbahn bleiben und weiterhin auf der Startbahn rollen, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben ...", nun, wenn er das etwa 45 Jahre lang gemacht hat und feststellt, dass er den Boden immer noch nicht verlassen hat, dann wird er nie abheben.

Der Grund dafür ist, dass die Anzahl der Gelegenheiten zum Scheitern direkt proportional zur Länge des Anlaufs ist. Das ist ein Gesetz. Die Anzahl der Gelegenheiten zum Scheitern ist direkt proportional zur Länge des Anlaufs bzw. zur Länge der Zeit, die es dauert, bis man schließlich an dem Punkt ankommt, wo man die eigentliche Sache studiert."

Jetzt gibt LRH im nächsten Satz an, was eine etwas längere Anlaufbahn legitimiert, aber in der CoS passiert das genaue Gegenteil: "Diesem Gesetz wirkt die Tatsache entgegen, dass jemand, wenn er etwas nicht gradientenweise studiert, in große Schwierigkeiten kommen kann, indem er in etwas hineingerät, was zu hoch auf dem Gradienten liegt. Darüber habe ich erst kürzlich gesprochen. Er ist zu steil und zu schnell nach oben gegangen. Es gibt also für jedes Wissensgebiet irgendwo eine Startbahn mit der richtigen Länge. Es ist eine Startbahn, die die richtige Länge für das betreffende Gebiet hat. Eine Startbahn mit der richtigen Länge für ein Gebiet würde also nicht so lang sein, dass sie die Gelegenheiten zum Scheitern unnötig vermehrt, und sie sollte lieber nicht so kurz sein, dass jemand eine Stufe auf dem Gradienten überspringt und verwirrt wird."

Und genau das Gegenteil hat die CoS hinbekommen, eine Verlängerung der Startbahn ohne einen niedrigeren Gradienten einzuführen: Eine Verlängerung plus einen zu hohen Gradienten. Schau Dir einmal die zusätzlichen Kurse an: Es gab auch schon früher in den 70igern E-Meter-Kurse und Pro-TR-Kurse (damals hiess es "Hard-TRs"). Doch diese waren für fertige Auditoren. Für Klasse V und höher. Für die Profies, die Praktiker damit diese ihre Fertigkeiten ausfeilen! - Heute werden diese Kurse vor der Akademie angeboten und damit von Studenten studiert, für die die verlangten Fertigkeiten weit über Gradient sind!

So habe ich separat belegt, dass M1-Koaudit ein zu hoher Gradient ist, vor der Klasse 0.

Hier will ich nun aufzeigen, dass auch der E-Meterkurs vor der Akademie ein zu hoher Gradient ist.

Dazu kommt noch, dass ein Ungleichgewicht von Masse und Bedeutung durchgesetzt wurde. Die Masse bei der Auditorenausbildung ist: Der PC, das E-Meter, die Session - kurz gesagt: Die Praxis.

Noch in den 70ern wurde diese Ausbildung so gestaltet, dass jeder Student auf jedem Level einen anderen Studenten durch den aktuellen Grad bis zum vollen Grad-EP durch zu bringen hatte. Aus dieser Zeit kommt auch noch die vage Erinnerung, dass das Akademiestudium der günstigste Weg die Brücke hoch ist, denn eine Akademieausbildung beinhaltete so immer auch die erhaltenen Gradprozesse und letztlich genügend Dianetik, so dass man Clear wurde.

In den heutigen Checksheets wurde dieses Erfordernis ersetzt: Heute brauch ein Student nur noch 3 gut gemachte Sitzungen liefern und ist durch. Da auch nie mehr gemacht wird, schließen heute Studenten die Kurse ab, die nicht genügend Praxis auf dem jeweiligen Level besitzen, um Gewissheit erlangt zu haben und sich zu trauen, das Gelernte künftig anzuwenden.

Die heutigen Studenten werden also nicht nur um das eigene Ko-Auditing betrogen, sondern auch um die eigentliche Ausbildung als Auditoren! Sie können nach der Ausbildung nicht auditieren! Und das ist auch genau das, was überall beobachtet werden kann. Die ausgebildeten Auditoren auditieren in den wenigsten Fällen! Die Orgs haben so teilweise schon Auditorenmangel. Von den fehlenden Feldauditoren ganz zu schweigen.

Die neuste Nachricht: Heute in 2001 verlangt die Kirche den Minister-Kurs als Voraussetzung für die Akademie! Mal sehen, was sie sich für die nächsten Jahre einfallen lassen.

Vergleiche die gegenwärtige Gradkarte der Kirche mit der Gradkarte, wie LRH sie 1975 veröffentlicht hatte.

Auditier mal wieder!

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Änderungsstand: 21. Mai 2001 - Copyright 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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