Andreas in der Scientology-Kirche

Andreas trifft auf seiner spirituellen Suche auch auf die Scientology-Kirche. Die alamierenden Warnungen der Massenmedien und Regierungsvertreter über diese religiöse Bewegung werden von Andreas daraufhin untersucht, ob darin substantielle Kritik zu finden ist. Nachdem er sich durch einen halben Meter Kritikermaterial gekämpft hat, das ihm von einschlägigen Stellen (Verfassungsschutz, Innenministerien, kirchlichen Sektenbeauftragten u.a. staatlich geförderten Einrichtungen) kostenlos zugeschickt wurde, erkennt er, dass diese nichts zu bieten haben: Die wissenschaftliche und philosophische Kritik an der Scientology ist praktisch gar nicht vorhanden. Stattdessen platte, substanzlose Kritiken, die darauf zielen, den Leser einzuschüchtern.

Dazu schreibt Andreas einen Zeitungsartikel, der auch in einer lokalen Spirituellen Zeitschrift in Hamburg abgedruckt wurde: Nachdruck aus Good Times 11/1987 Dieser Text zeigt, dass er sich damals mit den Kritiken auseinander gesetzt hatte und was er herausgefunden hat. Auch heute noch, ist die öffentlich zugängliche Kritik keinen Schritt vorangekommen. Sie ist eine Pseudokritik: Statt die wirklichen Kritikpunkte an der Scientologykirche wiederzugeben, verharrt sie in leeren Worthülsen, die kritische Leser nicht überzeugen können.

Als einzige Substanz bieten diese PR-Experten der Kritikerszene einige Aussteigerberichte, denen man als aufmerksamer Leser oft ansehen kann, woher der Wind weht: Diese ehemaligen Scientologen hatten das Handtuch geworfen, als ihre Umgebung ihnen wegen ihrer Religionszugehörigkeit die Hölle heiß gemacht haben. Die wenigsten können das ertragen. Dazu kommen dann noch schlechte Erfahrungen mit Scientologen, die alles andere als gemäß den Lehren von L. Ron Hubbard gehandelt haben. Auf diesem Niveau könnte man Hetzschriften gegen jede beliebige Weltreligion erstellen (und das wurde auch schon gemacht), doch normalerweise druckt niemand solchen Schmutz ab.

Andreas studierte viele Kurse in Scientology und gab viel Geld für Auditing aus. Doch trotz aller schlechten Erfahrung, die er von Anfang an über 14 Jahre auch erleben konnte - die den Erfahrungen einiger eingefleischter Kritiker kaum nachstehen - will er die Gewinne aus Auditing und Studium nicht missen. Nichteinmal wenn ihm das zehnfache des dafür eingezahlten Betrages geboten würde. Genau aus diesem Grunde dulden viele Scientologen die Unterdrückung und Ausbeutung, die sie alle mehr oder weniger erfahren und lassen sich von den in der Öffentlichkeit vorgetragenen Kritiken kaum beeindrucken.

Denn die wirklich treffende Kritik wird öffentlich nicht verbreitet: Genauso wie die anderen kleinen und großen Religionsgemeinschaften über die Jahrhunderte zu "Amtskirchen" wurden, d.h. also vom materialistischen Gegner unterwandert und übernommen wurden, ist auch die Scientology-Kirche diesen Weg gegangen. An der ursprünglichen Lehre des L. Ron Hubbard ist gar nichts verkehrt (außer dass er auch nur ein Mensch war, menschliche Schwächen und Fehler hatte, fehlbar war). Aber es ist viel verkehrt damit, dass die Funktionäre des neuen Managements - insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten - Scientology zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben.

Sie machen sich offenbar einen Spaß daraus, aus einer spirituellen Philosophie zur Befreiung des geistigen Wesens einen geldgeilen Apparatus zu machen, der sicherstellt, dass niemand ausserhalb ihrer Kontrolle überhaupt Scientology anwenden kann. Und wer sich willig der Kontrolle unterwirft, wird auch immer weniger wirkliche Scientology anwenden können und erhält immer mehr pervertiertes und verdrehtes Zeug. Die alten Hasen (die Ron noch persönlich kannten) haben sich zum größten Teil abgewandt oder wurden herausgeworfen. Die Übriggebliebenen fristen ein Dasein von Unterwürfigkeit und Angepasstheit und hoffen auf bessere Zeiten.

Allein schon die Tatsache, dass sich 99 % der Mitglieder die Brücke (so nennt man die Gesamtheit des Scientologischen Weges) rein finanziell nicht leisten können, zeigt schon die Heuchelei des neuen Managements auf: Sie behaupten, Scientology an jeden liefern zu wollen. Zu Ron's Zeiten konnte sich jeder leisten, die Brücke zu gehen. Selbst für die Ärmsten wurden Wege gefunden. Und die Mitarbeiter wurden auch tatsächlich als Auditoren ausgebildet und sie auditierten sich gegenseitig. Heute findet man Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten dabei sind und über keine nennenswerte technische Ausbildung verfügen, von Brückenschritten ganz zu schweigen. Die Preise sind etwa 5- bis 10-fach so hoch, wie sie gemäß den Richtlinien von Hubbard sein dürften. Privaten Auditoren wird sogar noch verboten, niedrigere Preise zu nehmen. Damit ist Scientology zu einer elitären Angelegenheit geworden: Genau das wollte Ron nicht:

"Lange Zeit war Philosophie ein Fachgebiet, das den Lehrsälen und Intellektuellen vorbehalten war und dem Mann auf der Straße in hohem Maße vorenthalten wurde.

Philosophie, umgeben von Schutzüberzügen undurchdringlicher Gelehrtenhaftigkeit, war wenigen Privilegierten vorbehalten.

Der erste Grundsatz meiner eigenen Philosophie besteht darin, dass Weisheit allen zusteht, die danach greifen wollen. Sie dient dem Bürger und dem König gleichermaßen und sollte nie mit Ehrfurcht betrachtet werden."

L. Ron Hubbard im Vortrag "Meine Philosophie"

Andreas erkannte schließlich Mitte der 90er, dass die Scientology Kirche vom Gegner unterwandert und übernommen war und setzte ein Schreiben auf, um andere Mitglieder und Freunde darauf aufmerksam zu machen. Über die Geheimdiensttätigkeiten gegen Scientology. Damals erkannte ich die SPs nur auf lokaler oder auf internationaler Ebene, hoffte jedoch, dass das RTC - allen voran David Miscavige - ehrliche Scientologen sind, die den Kampf gegen die Übernahme aufgenommen haben. Denn zu dieser Zeit konnte ich alle Angriffe auf meine Person durch Berichte ans RTC und an David Miscavige abwehren.

Es gab sogar vor wenigen Jahren eine CMO-Int Mission mit Mr. (!) Jane Jentzsch (Ehefrau vom Präsident der Kirche Heber Jentzsch und Staff-Auditor von OSA Int), die auf einer Security-Mission in Deutschland war. Sie bekam vom HCO HBG den Hinweis darauf, dass Andreas diesen bösen Bericht verbreitet habe und er sollte von ihr mal zur Ordnung gerufen werden. Sie lies es sich übersetzen und stellte Andreas gegenüber fest, dass sachlich daran nichts auszusetzen sei. Nur dass Andreas offensichtlich keine Ansprechpartner in der Org fände, so dass er seine Beobachtungen auf diese Weise aufschreiben müsste. Sie war der Meinung, dass Andreas einer der ganz wenigen Scientologen ("unter einer Handvoll") in Hamburg sei, die nicht in Verrat zu Scientologie gewesen war!

Da sich die Differenzen zwischen Groß und der Hamburger Org immer weiter verschärften, die FSMC in den letzten Jahren gar nicht mehr ausbezahlt wurde, selbst der Gewinn aus der FSM-Ralley vorenthalten wurde, hatten sich die Groß' 1999 entschieden, die Org zu wechseln und zogen nach Prüfung der Statistiken und "Indikatoren von Orgs" nach Düsseldorf um, um dort auf CC-Linien zu wirken.

Doch dann holte sie die nicht gehandhabte Unterdrückung von Hamburg ein und Andreas wurde im Dezember 1999 vom Europäischen Justice Chief zum SP erklärt. Die Vorwürfe waren so wahrheitsgetreu, wie das Management LRH-treu ist.

Im Folgenden eine chronologische Liste einzelner Geschehnisse und Daten:

1987-1999 Andreas kaufte das Dianetik-Buch auf einem spirituellem Fest im Hamburg von seiner jetzigen Frau Telse, las es und war begeistert. Er machte sich davon eine 12-seitige Kurzfassung und gab seine erste Session einer damaligen Mitbewohnerin. Da diese in dieser ersten Sitzung einige vergangenen Leben mit schweren Engrammen lief, war Andreas mehr als schwer beeindruckt und entschied, Dianetik-Auditor zu werden. Er kam in die Hamburger Org (so nennt sich die Scientology Kirche lapidar), bekam seine erste Dianetik-Sitzung, machte den Kommunikationskurs und den Hubbard Dianetik-Auditorkurs (HDA) und etablierte seine eigene private Auditingpraxis. Binnen einen halben Jahres verdiente er damit über 20.000 DM monatlich. Er auditierte seither zweieinhalb tausend Stunden gemäß dem Dianetik-Buch an hunderte von Klienten. Über 220 seiner Klienten waren davon so angetan, dass sie sich für weitere Dienstleistungen (Auditing und Ausbildung) in allen deutschen Kirchen einschrieben.
1988 Verschiedene Belobigungen wurden für besondere Leistungen von Andreas schriftlich verfasst:
  • 25.02.88 vom Sea Org Mitglied (FPPO EU): für die Hilfe bei zwei Sea Org Recruitment-Zyclen
  • 15.03.88 Ship PPO EU ebenfalls für die Hilfe auf einem erfolgreichen SO-Recruitment-Zyclus.
  • 22.11.88 Hamburg Central-Org für Andreas' FSMing
  • 26.11.88 Für die ehrenamtliche wochenlange Mitarbeit am Bau des neuen Kirchengebäudes in Hamburg: Fliesenlegen und Einbau von Fenstern.
  • 1988 Hmb Org: Für die Hilfe dabei, Lügen über die Scientology zu widerlegen.
1989 Weitere Belobigungen:
  • 1989 vom ED INT Gillaume Lesevre: "Highly Commended as FSM" for more than 200 Firststarts!
  • 15.02.89 von Hamburg Org als Top FSM
  • 28.09.89 CO Flag Bureaux: Belobigung für Andreas' Beitrag, dass die Hamburg Org die Größe des alten St. Hill erreichen konnte.
  • Nov. 1989 Im Buch "Selfmademen und Millionäre" des Autors H.A. Mehler erschien ein Kapitel über das Leben von Andreas und eine ausführliche Darstellung von ihm als Dianetikauditor.
1990 Andreas qualifizierte sich für die Mitgliedschaft in Mensa e.V., dem Verband der Hochintelligenten (über IQ 130)
14. Juni 1990 Andreas errang einen Erfolg in der Verteidigung der Scientology im Fernsehen
Frühjahr 1992 ED HBG Wiebke Hansen (jetzt im RPF) hat Andreas und seine Frau trotz der hohen FSM-Produktion illegal und ohne Verfahren aus der Org geschmissen, nachdem Andreas ihr Reports gegeben hatte, daß in Div-6 die Statistiken gefälscht waren. Später stellte sich heraus, daß alle Statistiken der Org gefälscht wurden, um sich über Jahre als die Nr.-1-Org auf dem Planeten feiern zu lassen. Durch ausführliche Reports - auch über Statfälschungen u.a. Verbrechen - an CLO EU, Int Management, CMO Int und RTC wurde diese falsche Justizmaßnahme 1996 korrigiert.

Um die zwangsweise eingestellte FSM-Produktion auszugleichen, produzierten das Ehepaar Groß Software für die Deutsche Industrie (viele namhafte Großunternehmen als Kunden).

09.07.93 Christian Leber (Sea Org, AOSH EU in Dk) schreibt Andreas eine Belobigung für sein FSMing.
4. 10. 94 Nach dreijährigem Bemühungen gewann Andreas die Rückübertragung des Familienerbes: Die 1,2 Mio-DM-Immobilie Schloß Gosda gelangte unbelastet in seinem alleinigen Besitz. Dieses alte Herrenhaus mit 27.000 qm Land (mit 4 Nebengebäuden und viel Bauland) wurde zu DDR-Zeiten durch Enteignung in den Staatsbesitz gebracht. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war es möglich, solche Enteignung durch sogenannte Rückübertragung zu stornieren und das Eigentum wieder zu gewinnen. Doch eine Stasi-Klicke (eine mafiaähnliche kriminelle Vereinigung, die aus dem früheren DDR-Geheimdienst hervorging) benutzte seine guten Beziehungen in die Behörden und versuchte Andreas das Objekt durch Betrug und Unterschlagung von Dokumenten zu entreißen. Dank der umfangreichen Scientology-Ausbildung gelang es ihm jedoch im Alleingang, das Manöver zu handhaben und so den erheblichen Wert zu sichern.
1995 Um die Unterdrückung durch den früheren Leitenden Direktor der Hamburg Org Wiebke Hansen zu handhaben, wandten die Großens sich u.a. an die AOSH EU. Auf Anraten vom Supercargo AOSH EU wechselten sie in eine andere Org: CC-Düsseldorf und wollten dort unsere Lieferung von Auditing fortsetzen und selbst auf der Brücke vorankommen. Wir zogen also nach Düsseldorf um und wurden dort herzlich begrüßt und bestens geserviced. Doch auch dort wurden wir nach kurzer Zeit durch einen "mündlichen Befehl" auf Hamburger-Initiative und durch telefonischen Befehl vom europäischen Management (CLO EU) gestoppt.

16.11.95 Eine Belobigung vom CC Rheinland: Andreas hat dort ein FSM-Seminar abgehalten und andere FSMs aktiviert.

1996

Mai 1996

Als CO CMO Marc Yager die HBG Org übernahm, wurde Andreas vollständig rehabilitiert und begann sofort wieder erfolgreich neue Leute zu gewinnen (zwei Starts in der ersten Woche).

Yager's Order, Andreas die rückständigen FSMC auszurechnen und auszuzahlen wurde jedoch bis Heute nicht ausgeführt. Da auch die laufende FSMC nicht gezahlt wurden und unser Bewerbungsschreiben als Außendienstlier (Non-Ex als FSM) vom neuen Leitenden Direktor Marc Lizer zurückgewiesen wurde, mußten wir unser Einkommen durch andere Produktion erzielen, so daß der neue Start wieder gestoppt war.

Okt 1997 RTC und eine CMO-Mission rehabilitierten unser gutes Ansehen als Top-FSMs, das durch eine Dritte Partei geschädigt war. Doch die dritte Partei wurde nie untersucht und durfte heimlich weiter stänkern:

Umfangreiches Feldauditing (Buch 1) als Einnahmequelle

Ich gewann den ersten Preis in der FSM-Rally der Hamburg Org:

Eine einwöchige Reise zur Freewinds samt OT-Hattingkurs im Wert von über 5.000 DM. Um diesen Gewinn wurde ich vom FCS Torsten Rohde dreist betrogen. Trotz Klageerhebung bei der kircheninternen Internationalen Justiz (IJC) und beim RTC wurde nie ein Verfahren gegen Torsten dafür eingeleitet! Torsten war dafür bekannt, dass er alle Feldauditoren oder FSMs über kurz oder lang zu Fall bringt. Obwohl er der Lügner war, der die gefälschten Statistiken anfang der 90er ans Management berichtete, wurde er zum FCS befördert, wo er nachweislich die Verbreitungsarbeit und die Expansion der Kirche stoppen konnte. Das Management scheint daher mit ihm zufrieden zu sein.

31.12.1997 Das Wochenblatt (Auflage 800.000) brachte ein Feature über meine scientologische Auditingpraxis mit positiven Erlebnis- und Erfolgsberichten. Dies ist der positivste PR-Gewinn für Scientology im Deutschland der 90er Jahre.
1987-1999 Andreas erhielt 54 Zertifikate für sein Studium und Auditing
Dezember 1999 Die Großens ziehen wieder um zum CC Düsseldorf und studieren dort und erhalten Auditing.

Andreas wird nach einigem Briefwechsel zwischen ihm und dem Internationalen Justice Chief zum Feind der Kirche erklärt und ausgeschlossen, wobei ihm kein Verfahren und keine Verteidigung und kein Berufungsverfahren eingeräumt wird. Ans RTC gerichtete Beschwerdeschreiben von ihm und seiner Frau bleiben - trotz mehrfacher Anmahnung - unbeantwortet.


Änderungsstand: 21. Mai 2001 - Copyright 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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